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Laufstilanalyse

In der gegenwärtigen Literatur und Diskussion über den besten bzw. optimalen Laufstil finden sich Anhänger aller Arten der einzelnen Laufstile. Die Laufstilanalyse ist ein Teilbereich unserer medizinischen Laufbandanalyse und ermöglicht die Analyse des eigenen Laufstils. Eine orthopädische Laufstilanalyse kann unter unterschiedlichen Gesichtspunkten durchgeführt werden
Unterscheidungen
Zum einen wird bei einer Laufstilanalyse unterschieden, welcher Bereich des Fußes den ersten Bodenkontakt aufweist. Je nach Kontaktstelle wird zwischen
- Rückfußlauf (Fersenläufer)
- Mittelfußlauf
- Vorderfußlauf(Ballenläufer) unterschieden.
1. Der Rückfußläufer:
Das Rückfußläufer (Fersenlaufen) ist die häufigste Form des Laufstils bei längeren Ausdauerbelastungen. Bei diesem Laufstil setzt der Läufer auf der Außenkante der Ferse auf. Die orthopädische Belastung ist aufgrund der Kraftübertragung der Gelenke höher als bei einem Vorderfußlauf (Ballenlauf). Die Federwirkung ist dabei geringer. Laufschuhe kompensieren dies durch verstärktes Dämpfungsverhalten im Fersenbereich. Es kommt über einem Abrollverhalten über den Mittelfuß zu einem Abdruck vom Ballen. Das Abrollverhalten beinhaltet meist ein leichtes nach innen drehen (pronieren) des Fußes. Es handelt sich bei diesem Laufstil um einen Kraftsparenden Laufstil. Interessieren Sie sich für eine Laufstilanalyse?
2. Der Mittelfußläufer
Bei diesem Laufstil kommt es zu einem Aufsatz über die gesamte Außenkante des Fußes. Es handelt sich dabei um eine Art Kompromiss von Vorderfußläufer und Fersenläufer. Das Abrollverhalten ist im Vergleich zum Fersenläufer geringer. Der Abdruck erfolgt von den Fußballen. Die Gefahr der Überpronation ist dabei besonders hoch, die Belastung der Gelenke jedoch geringer als beim Rückfußläufer. Interessieren Sie sich für eine Laufstilanalyse?
3. Der Vorfußläufer
Der Vorfußläufer tritt beim Laufen meist mit den Fußzehen und Fußballen auf. Die Aufprallhärte ist höher als beim normalen Abrollverhalten des Fußes. Die Federwirkung ist jedoch erhöht. Das Laufen auf dem Vorderfuß ermöglicht hohe Laufgeschwindigkeiten und wird daher bei Sprintern und Bergläufern eingesetzt. Die Beanspruchung der Wadenmuskulatur und Achillessehne ist besonders hoch. Da nicht über den gesamten Fuß abgerollt wird, ist die Gefahr einer Überpronation sehr gering. Bei einer Dauerbelastung ist ausschließlich dieser Lauftstil nicht geeignet. Interessieren Sie sich für eine Laufstilanalyse? Lesen Sie mehr zum Thema Laufbandanalyse
Eine weitere Möglichkeit der Laufstilanalyse ist die Betrachtung des Fußes nach dem Verlassen des Bodens (Abdruckphase). Dabei wird bei einer Laufstilanalyse unterschieden zwischen:
- normale Pronierer
- Überpronierer
- Supinierer (Unterpronierer)
1. Die normale Pronation:
Eine Pronation (Auswärtsdrehung) entspricht der gesunden Anatomie des Fußes beim joggen. Der Fuß setzt dabei auf der Außenkante der Ferse, bzw. Mittelfußes auf. Der Abdruck erfolgt über der Innenseite des Ballens. Bei der Pronation hebt sich die Außenkante des Fußes an.
2. Überpronation:
Bei der Überpronation knickt der Innenrand des Fußes zu stark zur Innenseite ab. Die Überpronation kann mehrere Ursachen haben. (Fußfehlstellungen, schwacher Bandapparat, Laufanfänger). Eine Überpronation ist ab verstärktem Abnutzen der Schuhinnenseite zu erkennen. Besonders Rückfußläufer neigen zur Überpronation. Folgen einer Überpronation ist die erhöhte Belastung des Gelenkapparats im Fußgelenk. Korrigiert wird die Überpronation durch orthopädische Einlagen.
3. Supination:
Die Supination ist die Gegenbewegung der Pronation und durch erhöhte Abnutzung der Schuhaußenseite im vorderen Bereich zu erkennen. Beim Verlassen des Bodens steht der Fuß in Richtung Innenseite. Durch die fehlende Dämpfung kommt es häufig zu Schäden am Band- und Knochenapparat im Fußgelenk. Auf ein ausreichend gedämpfter Schuh sollte ebenso wie auf orthopädische Einlagen geachtet werden.